Spam-Filter


Wer keine unerwünschte Email in seinem Postfach haben will, installiert sich in der Regel einen so genannten Spam-Filter. Dieser markiert nach bestimmten Kriterien nicht erwünschte Emails und sondiert sie aus. MS Outlook oder andere Anbieter von Email-Software sowie Email-Dienste mit Webmailern offerieren mit ihren Produkten zugleich einen Spam-Filter. Eine andere Vorgehensweise von Spam-Filtern ist das Abfangen unerwünschter Post bereits vor dem Postkasten des Empfängers auf dem Mail-Server.

Spam-Filter gibt es mit unterschiedlichen Arbeitsweisen. Dazu gehört unter anderem die Methode Whitelist oder Blacklist. In der Blacklist sind E-Mail Adressen, Server-Namen oder IP-Adressen gelistet, deren Post als unerwünscht markiert wird. Sie wird automatisch als Spam eingestuft und gelöscht.

Die Greylisting-Methode markiert diejenigen Emailsendungen als Spam, die von unbekannten Servern stammen. Mit dem ersten Zustellversuch ist ein Softbounce verbunden. Durch diese Aktion kann 80 bis 90% des Spams gelöscht werden, denn die unerwünschten Mails werden oft nur einmal an denselben Empfänger gesendet, sonst würde mit dem Aufkommen von Millionen von Sendungen der Server leistungsmäßig schnell zusammenbrechen.

Bayes-Filter kontrollieren als statistische Filter den Textinhalt der Mails, denn Spamsendungen sind mit charakteristischen Wörtern ausgestattet. Diese sind für Bayes-Filter Grundlage, dass eine Mail ein Spam sein kann. Da er eine trainierende beziehungsweise lernende Einrichtung ist, ist es notwendig, dass bis zu 1.000 Emails manuell eingegeben werden müssen, die in erwünschte (Ham) und in unerwünschte (Spam) eingeteilt werden. Erst nach dieser Eingabe arbeitet der Filter mit einer hohen Trefferquote.